Cortenstahl - Das müssen Sie wissen!

Gestaltungstipps Hochbeet
Cortenstahl - Das müssen Sie wissen!

Cortenstahl – was Sie über den besonderen Baustahl wissen müssen

Man könnte Cortenstahl als das wiederentdeckte "Big Thing" der Garten- und Hausgestaltung bezeichnen. Auf jeden Fall aber als Trend, der immer mehr Garten- und Hausbesitzer:innen begeistert. Wir erklären detailliert, was es mit dem besonderen Baustahl auf sich hat, wo er zum Einsatz kommt und was ihn so einzigartig macht.

Was ist Cortenstahl überhaupt?

Der Name Cortenstahl (Handelsbezeichnung COR-TEN®-Stahl) setzt sich aus den englischen Begriffen COrrosion Resistance (Rostwiderstand) und TENsile strength (Zugfestigkeit) zusammen. Einfach ausgedrückt, ist Cortenstahl ein wetterfester Baustahl – der mit einer besonderen Optik besticht.
Bereits im 19. Jahrhundert wurde Cortenstahl für den Bau von Brücken genutzt, da der Baustahl keine Beschichtung benötigt und trotz Witterungen nicht verrostet. 1932 wurde Corten zum Patent angemeldet.

Brücke im Wasser aus Cortenstahl

© Arc / Adobe Stock

Was ist der Unterschied zwischen Stahl und Cortenstahl?

Bei Cortenstahl handelt es sich um einen Baustahl, dem Kupfer, Chrom und Nickel zugesetzt werden. Dadurch erhält das Material die besonderen korrosionsbeständigen Eigenschaften. Wetterfest wird Cortenstahl, da er eine Sperrschicht – die charakteristische Rostpatina – bildet. Eben diese Sperrschicht bildet normaler Stahl nicht. Zwar rostet auch dieser und ist in der Optik schwer von Cortenstahl zu unterscheiden, aber wetterfest ist normaler Stahl nicht, da er immer weiter rostet und irgendwann verrostet – anders als Cortenstahl.

Was ist das Besondere an Cortenstahl?

Cortenstahl bildet eine feste Rostsperrschicht, rostet aber ansonsten nicht weiter. Dadurch ist der Baustahl besonders witterungsbeständig und langlebig. Grund dafür ist die Oxidschicht, die sich auf der Stahloberfläche bildet. Diese ist aufgrund spezieller Legierungselemente dicht und nahezu sauerstoffundurchlässig.

Wo wird Cortenstahl genutzt?

Cortenstahl findet nicht nur Einsatz im Brückenbau. Überall dort, wo Objekte Witterungen ausgesetzt sind und diesen effektiv trotzen sollen, wird Cortenstahl eingesetzt. Der wetterfeste Baustahl liegt derzeit im Trend und immer mehr Liebhaber:innen der feinen Rostoptik holen sich Objekte aus Cortenstahl in den Garten.

Neben dekorativen Beetsteckern und praktischen Sichtschutzelementen revolutioniert Cortenstahl auch das Hochbeetsortiment. Denn ein Hochbeet aus Cortenstahl punktet mit zuverlässiger Witterungsbeständigkeit, hoher Stabilität, Langlebigkeit und einer einzigartigen Optik.

Hochbeet aus Cortenstahl© schmiede24.de

 

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Wie rostet Cortenstahl schneller?

Bis sich die einzigartige Rostschicht an Ihrem Cortenstahlobjekt gebildet hat, können gut und gerne Monate oder Jahre vergehen – vor allem dann, wenn das Wetter launisch ist und kein beständiger Wechsel von trocken und feucht gegeben ist.

Sie können Cortenstahl aber auch selbst rosten lassen: Mit Salzwasser. Mischen Sie hierfür einfach Wasser und Salz und sprühen Sie Ihr Gartenobjekt aus Cortenstahl täglich damit ein. Schon nach wenigen Tagen werden Sie beobachten können, wie sich die Rostschicht bildet und der Baustahl eine schöne bräunlich-rote Patina annimmt.

Alternativ greifen Sie auf einen sogenannten Rostbeschleuniger zurück, den Sie im Fachhandel kaufen können.

Muss man Cortenstahl versiegeln?

Cortenstahl zu versiegeln klingt im ersten Moment widersprüchlich, da der Baustahl wetterfest ist und nicht verrosten kann. Und doch ist es unter Umständen sinnvoll, eine Versiegelung durchzuführen:

  • Die Rostschicht neigt gerade zu Beginn zum Abrieb und kann auf Untergründen zu Verfärbungen führen. Eine Versiegelung wirkt dem Problem entgegen.
  • Bei Objekten im Wasser oder in Wassernähe wird mit einer Versiegelung der Rosteintritt ins Wasser verhindert.
  • Auch wenn ein bestimmter Rostzustand erhalten bleiben soll – weil er Ihnen optisch besonders zusagt – bietet sich eine Versiegelung an. Denn Cortenstahl hat die Eigenschaft, seine Optik fortlaufend zu verändern. Die Oberfläche kann ohne Versiegelung jeden Tag anders aussehen.
Feuerschale aus Cortenstahl

© Feuerschale aus Cortenstahl

So versiegeln Sie Ihr Cortenstahlobjekt

Wenn Sie Ihr Cortenstahlobjekt versiegeln möchten, gelingt dies in drei Schritten:

  1. Entfetten: Tragen Sie einen speziellen Entfetter für Metalloberflächen auf, der Öl und Fette von der Oberfläche beseitigt.
  2. Rostbeschleuniger: Für eine einheitliche Rostoberfläche können Sie einen Rostbeschleuniger auftragen. Im Handel finden Sie eine große Auswahl entsprechender Produkte.
  3. Versiegelung: Nun können Sie die eigentliche Versiegelung auftragen. Hierfür bietet sich Klarlack oder eine spezielle Rostversiegelung an. Fertig!

Wichtig zu wissen:

Es ist ein Wechsel zwischen trockener und feuchter Witterung nötig, damit sich die besondere Sperrschicht überhaupt bilden kann. 

Tipp: Unsere Cortenstahl Hochbeete auf Schmiede24 sind modular im Aufbau und wachsen mit Ihren Ansprüchen mit – für eine ertragreiche Ernte und unbeschwerte Gärtnerfreuden!

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