Hochbeet bepflanzen - So geht es richtig!

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Hochbeet bepflanzen - So geht es richtig!

So bepflanzen Sie Ihr neues Hochbeet fehlerlos!

In unserem letzten Artikel haben wir Ihnen erklärt, wie Sie ein Hochbeet selbst bauen und befüllen können. Nun geht es an die richtige Bepflanzung, damit Sie sich schon bald über eine üppige Ernte freuen können. Wir geben Ihnen wichtige Tipps – vom Hochbeet Pflanzplan über das Anlegen einer ertragreichen Mischkultur oder Fruchtfolge bis hin zur Pflanzung von Gurken und Tomaten im Hochbeet.

Der Hochbeet Pflanzplan - besser frühzeitig erstellen

Bevor Sie sich die Gartenhandschuhe überziehen und zur Schippe greifen, sollten Sie einen Plan erstellen, um vorab zu visualisieren, was Sie in Ihrem Hochbeet anpflanzen möchten. Mit diesem Pflanzplan können Sie gerne schon im Februar starten: Greifen Sie dafür zunächst zu Zettel und Stift und zeichnen Sie eine einfache grobe Skizze Ihres Hochbeets.

Danach können Sie überlegen, an welcher Stelle welches Gemüse, welche Kräuter und welche Früchte oder Blumen wachsen sollen. Solch ein gezeichneter Plan hilft wunderbar – notieren Sie an den jeweiligen Pflanzen, wann die Aussaat bzw. Pflanzung am besten erfolgen soll: beispielsweise Zwiebeln im März, Kürbis im Mai etc.

Hochbeet bepflanzen - Hände mit Pflanzensamen© Joshua Lanzarini/unsplash.com

Saatgut oder Jungpflanzen: Was ist besser?

Im nächsten Schritt wird es konkreter. Möchten Sie Saatgut pflanzen oder lieber Jungpflanzen in die Erde setzen? Welche Methode erfolgversprechender ist, ist Ansichtssache. Hier scheiden sich die Geister. Für Saatgut sprechen die geringen Kosten, da ein paar Samentütchen deutlich günstiger sind, als vorgezogene Jungpflanzen. Wenn Sie Bio-Saatgut nutzen, können Sie im Folgejahr Ihr Saatgut sogar selbst ziehen – das ist praktisch und spart bares Geld! 

Wenn Sie Samen in Ihr Hochbeet pflanzen möchten, gehen Sie dabei gerne wie folgt vor:

1. Reihe ziehen (mit der Harke oder per Hand)

2. Saatgut einstreuen (die Dichte und Menge entnehmen Sie der Verpackung)

3. Reihen schließen (wie viel Erde benötigt wird, steht ebenfalls auf der Verpackung)

4. ggf. markieren, welche Pflanzen wo wachsen

5. vorsichtig wässern

Hochbeet bepflanzen - Hand mit Pflanzensamen© Floki/AdobeStock

Samen im Vorfeld ziehen und ab Mai ins Hochbeet umpflanzen

Wenn Sie die Pflanzensamen nicht direkt ins Hochbeet säen möchten, können Sie diese auch im Haus vorziehen. Hierfür nutzen Sie am besten kleine Anzuchttöpfe, die Sie an einem warmen und hellen Ort aufstellen. So können Sie beispielsweise Sonnenblumen ab März und Kürbis ab April vorziehen. Die Jungpflanzen werden dann ab Mai ins Hochbeet gesetzt und können sich dort zu voller Blüte entwickeln – idealerweise aber erst nach den Eisheiligen.

Jungpflanzen kaufen und direkt ins Hochbeet setzen

Jungpflanzen bringen schon eine gewisse Grundstabilität mit sich und haben einen klaren Wachstums Vorsprung. In gut sortierten Gartencentern finden Sie eine große Auswahl an vorgezogenen Gemüsepflanzen, die von Bohnen bis Zucchini reicht.  

Vorgezogene Jungpflanzen setzen Sie ebenfalls in Reihen in die Erde. Wichtig ist, dass Sie genügend Platz zwischen den einzelnen Pflanzen lassen, damit sich diese beim Wachsen nicht in die Quere kommen und genügend Fläche für eine gesunde Entwicklung haben.

Hochbeet bepflanzen - Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer

Sie haben die Wahl!

Es spielt in der Tat eher eine geringere Rolle, für welche Pflanzen Sie sich am Ende entscheiden. Wichtig ist, dass Sie im Kopf behalten, dass zum einen die Verträglichkeit zwischen den Pflanzen sichergestellt ist und zum anderen, dass die Nährstoff-Versorgung v.a. im ersten Jahr dauerhaft auf hohem Niveau stattfindet. Aus diesem Grund könnte man sich im Anlegejahr eher für stark-zehrende Pflanzen entscheiden. Generell wären hierfür kleine Obstbäumchen, Sonnenblumen, oder aber Geranien geeignet. Unter den Gemüsevertretern eignen sich hierfür beispielsweise Tomaten oder Gurken, diverse Kohlsorten oder auch Kartoffeln für den Start.

Als Mittelzehrer gelten Pflanzen wie Karotten, Knoblauch, Salate oder auch Schnittlauch oder Spinat.  In die Kategorie der Schwachzehrer fallen Pflanzen wie die meisten Kräutersorten, Erbsen, Radieschen oder Rucola. Es liegt an Ihnen, ob Sie die Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen durch eine geeignete Fruchtfolge sicherstellen, oder Sie sich für eine Mischkultur in Ihrem Beet entscheiden. Stellen Sie aber im letzten Fall auf jeden Fall sicher, dass eine gute Nachbarschaft gesichert ist. Weitere Tipps hierzu erhalten SIe im Anschluss.

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Auf gute Nachbarschaft - Wer kann mit wem?

Grundsätzlich können Sie – im Sinne einer Mischkultur – in Ihrem Hochbeet anpflanzen, was Ihnen beliebt. Wichtig zu wissen ist, dass Gemüse und Kräuter unterschiedliche Bedürfnisse bei der Nährstoffversorgung haben. Während viele Gemüsesorten dankbar für einen nährstoffreichen Boden sind, gilt für Kräuter eher das Gegenteil.

Auch vertragen sich nicht alle Gemüsesorten miteinander. Wer hier die Mischkultur clever pflanzt, freut sich daher umso mehr über eine ertragreiche Ernte. Eine Mischkultur besteht aus Pflanzen, die sich wechselseitig unterstützen, was durch den Nährstoffaustausch im Boden bedingt ist.

Die beliebtesten Gemüsesorten fürs Hochbeet und ihre gegenseitige Verträglichkeit zeigen wir Ihnen hier in einem kompakten Überblick:

Gemüsesorte gute Nachbarn schlechte Nachbarn
Bohnen Kartoffeln, Kohlrabi, Erbsen Zwiebelgewächse
Erbsen Möhren, Kohlrabi, Salat Kartoffeln, Zwiebeln
Kartoffeln Bohnen, Kohlrabi, Spinat Kürbis, Erbsen, Zwiebel
Kohlrabi Bohnen, Erbsen, Kartoffeln Kohl, Gurken, Zwiebeln
Kopfsalat Bohnen, Erbsen, Kohlrabi Sellerie
Möhren Erbsen, Salat, Spinat Rote Beete
Spinat Bohnen, Kohlrabi, Kartoffeln Rote Beete
Zwiebeln Salat, Möhren, Knoblauch Bohnen, Erbsen, Kartoffeln

Die Klassiker - Tomaten und Gurken im Hochbeet anbauen

Tomaten und Gurken im Hochbeet gehören zu den beliebten Klassikern, da sie vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der gesunden Küche finden. Sie verdienen einen genaueren Blick auf die Pflanzung im Hochbeet – denn hier gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten.

Tomaten im Hochbeet gepflanzt© nieriss/AdobeStock

Während Tomaten und Gurken im Salat oder auf dem Burger wunderbar miteinander harmonieren, tun sie das im Hochbeet als direkte Nachbarn eher weniger. Denn Gurken benötigen andere Standortverhältnisse als Tomaten. Da Gurken zur Infektion mit Mehltau und Spinnmilben neigen, würden sie diese schnell auf die Tomatenpflanzen übertragen. Hier droht dann eine kümmerliche oder sogar gar keine Ernte.

Gurken im Hochbeet gepflanzt

© Melanie DeFazio Photography/Stocksy/AdobeStock

Besser ist es, wenn Sie Tomaten und Gurken weit auseinander Pflanzen. Planen Sie für Ihre Gurken gerne auch mehr Platz ein – denn die Pflanzen können enorm groß werden und ausufernd wachsen.

Ihre Tomatenpflanzen freuen sich im Hochbeet darüber hinaus immer über zusätzliche Unterstützung. Diese bekommen sie durch die Befestigung an geeigneten Pflanzenstützen. Vergessen Sie zudem nicht, die jungen Triebe regelmäßig auszugeizen, um das Fruchtwachstum zu begünstigen. Als Geiztriebe bezeichnet man überschüssige Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen. Manchmal findet man die Triebe auch hinter den Blüten.

Ein reines Kräuterhochbeet bepflanzen

Frische Kräuter sind das grüne i-Tüpfelchen für gesunde und leckere Gerichte. Wie praktisch, wenn man zur Ernte von Basilikum, Petersilie und Co. lediglich zum eigenen Kräuterhochbeet gehen muss und sich direkt bedienen kann. 

Wenn Sie Ihr Hochbeet für die reine Bepflanzung mit Kräutern nutzen wollen, gibt es allerdings ebenfalls ein paar Dinge zu beachten. Wie bereits oben erwähnt, benötigen Kräuter einen weniger nährstoffreichen Boden, als es bei Gemüsesorten oder anderen Pflanzen der Fall ist. 

Gerade mediterrane Kräuter wie Thymian, Oregano oder Basilikum freuen sich über einen nährstoffärmeren Boden, der mit Sand durchsetzt sein darf. Um sicherzugehen, können Sie im Baumarkt oder Gartencenter spezielle Kräutererde besorgen, die bereits mit Sand versetzt ist.

Welche Kräuter vertragen sich im Hochbeet?

Auch im Kräuterhochbeet gilt: Nicht alle Pflanzen verstehen sich prächtig miteinander!

Als Faustregel können Sie sich merken, dass einjährige Kräuter nicht zu mehrjährigen gepflanzt werden sollten. Hier bleiben die beiden Parteien besser unter sich.

Hier ein kompakter Überblick, welche Kräuter gut harmonieren – und welche eher nicht:

Kräutersorte verträgt sich mit  verträgt sich nicht mit
Basilikum Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie Melisse
Petersilie Basilikum, Koriander, Schnittlauch Liebstöckel (Maggikraut)
Rosmarin Basilikum, Thymian, Bohnenkraut Estragon
Thymian Rosmarin, Koriander, Estragon Majoran
Zitronenmelisse Estragon, Salbei, Schnittlauch Basilikum

Jetzt kann die Hochbeet Bepflanzung richtig losgehen

Hoffentlich konnten wir Ihnen mit unseren Tipps und Tricks helfen. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Bepflanzen Ihres Hochbeets – auf gesunde Pflanzen, starkes Wachstum und vor allem eine ertragreiche Ernte!


© Bildnachweis Titelbild: Patrick Daxenbichler/AdobeStock

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